Azubi-Blog
29.05.2020, Lengerich

Azubiprojekt Saugförderanlage

Anfang März wurde ich damit beauftragt, eine Saugförderanlage für das Extrusionstechnikum zu entwickeln. Benötigt wird die Anlage dort, um das Restgranulat nach einer Vorführung aus den Vorratsbehältern saugen zu können. Dementsprechend ist die Funktion vergleichbar mit einem großen Staubsauger. Aufgeteilt habe ich mein Projekt in die Abschnitte planen, montieren, verdrahten, programmieren und in Betrieb nehmen.

Nachdem ich alle Pläne gezeichnet und eine Vorstellung von dem zukünftigen Erscheinungsbild meiner Anlage hatte, bekam ich eine Gitterbox mit Bauteilen. Die meisten Bauteile waren zuvor noch in einer Dosiereinheit verbaut, welche zum kontrollierten Befüllen von Extrudern verwendet werden. Ich nahm mir also die benötigten Betriebsmittel und gab ihnen in meiner Anlage ein zweites Leben.

Spannend wurde es, als ich damit begann, meine im Kopf ausgearbeiteten Pläne in die Praxis umzusetzen. Ich fing damit an, einen Gebläsemotor, eine Dosiereinheit und einen Filter auf die Montageplatte zu montieren. Als nächstes wurde dann der Schaltschrank mit Elektronik bestückt und auch auf der Montageplatte montiert.

Im nächsten Schritt startete ich damit, Leitungen zu Ventilen, Sensoren und zum Motor zu legen. Die Betriebsmittel wurden dann mit einer Steuerung im Schaltschrank verbunden. Nachdem alles richtig verdrahtet war, konnte ich mit dem Programmieren beginnen. Interessant war es, sich selbständig ein Programm auszudenken, womit die Anlage sich selbst befüllt, entleert und den Prozess automatisiert wieder von vorne beginnt.

Da mittlerweile alles verdrahtet und fertig montiert war, stand mir zuletzt die wichtigste Aufgabe bevor: die Inbetriebnahme. Dabei wurde die Anlage bis ins kleinste Detail auf Fehler und Störungen getestet, denn die Funktion der Anlage muss zu jedem Moment gegeben sein. Als die Anlage ihre Funktion komplett erfüllte und keine Fehler vorzufinden waren, war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.

Zusammengefasst war das Projekt eine einmalige Gelegenheit, mein Können unter Beweis zu stellen. Ich durfte selbständig arbeiten und konnte mich bei Rückfragen an meine Ausbilder wenden.

Christian Kloppenborg

Auszubildender zum Elektroniker

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