Auslandspraktikum in Vicenza
Ciao zusammen!
Vor kurzem hatte ich die Chance, für drei Wochen in der italienischen Stadt Vicenza ein Auslandspraktikum bei einem Architekturbüro namens „Ligno Design“ zu machen. Die Idee, in einem fremden Land zu leben und zu arbeiten, hat mich schon immer fasziniert, also dachte ich: Warum nicht?
Die Möglichkeit, eine neue Kultur kennenzulernen, den Alltag in Italien mitzuerleben und gleichzeitig das Arbeitsleben in der Architekturbranche hautnah zu erfahren, war einfach zu verlockend.
Warum Italien? Warum Vicenza?
Italien stand für mich schon lange ganz oben auf der Liste, aber nicht nur wegen der Pizza und Pasta. Ich wollte sehen, wie der Alltag in einem anderen Land wirklich abläuft und wie sich das Arbeitsleben von dem in Deutschland unterscheidet. Außerdem wollte ich mal raus aus der Theorie und das Thema Architektur direkt im Ausland ausprobieren. Vicenza, eine Stadt, die stark von den Werken des berühmten Architekten „Andrea Palladio“ geprägt ist, war dafür der perfekte Ort. Schon beim ersten Spaziergang durch die engen Gassen habe ich den so berühmten italienischen Flair gespürt.
Mein Alltag bei Ligno Design
Bei Ligno Design war der Fokus auf nachhaltiger Architektur und das erste Projekt, an dem ich mitarbeiten durfte, war der Entwurf eines Tiny House. Die Idee dahinter war, ein kompaktes, aber effizientes und umweltfreundliches Haus zu entwickeln. Klingt cool, oder? Ich durfte an der Konstruktion mit CAD-Software mitarbeiten und sogar einige Designs beisteuern. Es war echt spannend, zu sehen, wie man nachhaltige Materialien in solch kleinen Projekten clever nutzen kann.
Ein Highlight war definitiv, dass ich auch auf Baustellen mitgenommen wurde. Dort konnte ich sehen, wie die Ideen, die wir im Büro entwickelt haben, in der Realität Form annahmen. Es war total faszinierend, direkt auf der Baustelle zu stehen und zu erleben, wie die Theorie in die Praxis umgesetzt wird.
La dolce vita: Meine Freizeit in Vicenza
Aber natürlich ging es nicht nur ums Arbeiten – die drei Wochen haben mir auch gezeigt, wie man das Leben so richtig genießt. Vicenza hat jede Menge zu bieten, besonders abends, wenn die Stadt richtig aufblüht. Die Bars in der Altstadt sind perfekt, um sich mit Freunden zu treffen und einen echten italienischen „Aperol“ zu genießen. Wir haben viele coole Spots entdeckt, von kleinen Restaurants bis hin zu schicken Rooftop-Lounges mit Blick auf die alten Gebäude der Stadt.
An den Wochenenden haben wir die Gelegenheit genutzt, um die Umgebung zu erkunden. Venedig war natürlich ein Muss! Es war surreal, durch die engen Gassen zu schlendern und mit dem „Vaporetto“ über den Canal Grande zu fahren. Auch Verona, die Stadt von Romeo und Julia, hat uns total verzaubert. Dann ging es nach „Monfalcone“, eine kleinere Stadt mit einer unglaublich schönen Küstenlinie. Und der „Gardasee“ – ich sage nur: Sonne, klares Wasser und Eiscreme, was will man mehr?
Was bleibt?
Am Ende meiner drei Wochen habe ich so viel mehr mitgenommen, als nur Berufserfahrung. Ich habe eine neue Kultur erlebt, gelernt, mich in einer fremden Sprache durchzuschlagen, und bin über mich selbst hinausgewachsen. Das Arbeiten in einem anderen Land hat mir auch gezeigt, wie unterschiedlich die Ansätze in der Architektur sein können – besonders, wenn es um Nachhaltigkeit geht.
Wenn ihr also die Chance habt, ein Auslandspraktikum zu machen: Macht es! Es wird euch nicht nur beruflich weiterbringen, sondern auch persönlich. Und wenn ihr mal in Vicenza seid, vergesst nicht, euch eine Pizza und einen Aperol zu gönnen. :)
Ciao und bis bald!
Louis Ruhe
Auszubildender zum technischen Produktdesigner